Kategorie 'Auf der Bühne'
TdJW-Gastspiel 12.10.2010 I: verfügbar gemacht: Stückbesprechung der Uraufführung
Die gestrige Auftaktvorstellung ist reibungslos verlaufen – man kann gewiss von einem Erfolg sprechen – und hat großen Zuspruch erfahren. Davon wird gleich mehr in einem anderen Blogeintrag zu lesen sein. Für all jene, die die Produktion noch nicht sehen durften, sei hier die Besprechung der Uraufführung am 17. Mai 2010 im Theaterhaus am Lindenauer Markt frei verfügbar gemacht. Sie stammt vom Blogautor und ist im Magazin Kunststoff erschienen. Den ganzen Beitrag lesen »
TdJW-Gastspiel, 11.10.2010: Die Ruhe vor dem Sturm
Lampenfieber? Nicht mit uns! – Im Moment gehen unsere Schauspieler und Schauspielerinnen auf dem Dach des Hotels ein letztes Mal Details des Stückes durch. Der ganze Tag war von den Vorbereitungen auf den Abend geprägt. Morgens ging es nach einem herzhaft-süßen Frühstück – die Auswahl an Fischspeisen ist neben den üblichen Frühstückskandidaten einfach fantastisch – ins Herzliya Theater. Die meisten von uns wirkten doch recht ausgeschlafen und die Proben liefen gut, mussten aber wegen kleiner technischer Schwierigkeiten kurz unterbrochen werden. Den ganzen Beitrag lesen »
TdJW-Gastspiel, 10.10.2010 II: Die einen ackerten, die anderen nicht
Während es die Schauspieler heute mellow und ganz ruhig angehen konnten und sich je nachdem, welche Müdigkeit der Anreise ihnen noch in den Knochen steckte, am Strand oder beim Shoppen erholten, hatten die anderen schon alle Hände voll zu tun. Die Techniker bereiteten im Herzliya Theater, im nahe gelegenen Ort Herzliya, auf die morgigen Proben und die erste Aufführung am Abend vor. Den ganzen Beitrag lesen »
TdJW auf Gastspieltour in Tel Aviv – Ein erster Gruß
Shalom,
vom 10. bis 15 Oktober ist das TdJW mit der Produktion “Kinder des Holocaust” auf Gastspiel in Israel. Wir sind soeben im Hotel angekommen – nach kurzer Nacht in Transiträumen wie Bahnhöfen und Flugplätzen und im Flugzeug. Nun warten wir darauf, unsere Zimmer zu beziehen und schwärmen derweil unter bestem Sonnenschein ein Stündchen aus, um uns den atemberaubenden Wellengang am Strand anzuschauen.
Das ist ein erstes Lebenszeichen und ein eiliger Gruß. Intensivere Eindrücke folgen später.
Angekommen: nun noch das Gepäck schnappen und ab ins Hotel
... und schon sind wir da.
Wie Fliegen
von Alexandra Hennig und Doreen Kunze
Du stehst auf einem weißen Hocker. Auf Zehenspitzen. Ein Gefühl so ähnlich wie Fahrradfahren. Erst den Berg hinauf. Abstrampeln. Bis du dann ganz oben bist. Und dann rollst du. Du rollst und rollst und das gibt dieses Kribbeln im Bauch. Du könntest die Hände vom Lenker nehmen. Fast wie fliegen, aus eigenem Antrieb. Du hebst einfach ab und dann: Wuuuuuuuusch.
Wie das so geht – das Fliegen zum Beispiel: Vertrauen haben in sich selbst, durchhalten, kämpfen und den Mut nicht verlieren. Und wie schwer es ist, nicht reden und vor allem nicht lachen zu dürfen. Eine Ahnung davon bekommt man in der die Inszenierung „Die Wilden Schwäne“ von Stefan Ebeling im Rahmen der 17. Werkstatt-Tage der Kinder-und Jugendtheater. Die Handlung des grimmschen Märchens ist wohlbekannt: Die Prinzessin Elisa befreit ihre elf verwunschenen Brüder vom Fluch der bösen Stiefmutter. Sie wurden einst in wilde Schwäne verwandelt. Den ganzen Beitrag lesen »
Die zwei Fragezeichen
von Mathilde Lehmann
Wo war noch mal, wo hab ich denn, wie wollte ich sagen, my mind is broken, my body flies high. „Lost in Space“ haben die beiden Performance-Künstler Robert Steijn und Frans Poelstra von United Sorry aus Amsterdam das Ganze genannt, und der Name ist Programm.
Es ist ein Konzert, das Verstörung produziert. Man möchte nur zu gerne an einen Witz glauben, daran, auf den Arm genommen worden zu sein. Zwei Männer in den Vierzigern stolpern auf der Bühne herum, als ob wirklich alles verloren sei. Sie suchen ihre Instrumente, die Textblätter, den Song, die Requisiten liegen zu ihren Füßen, aber außerhalb ihres Sichtfeldes. Den ganzen Beitrag lesen »
Der Frühling ist nicht ganz erwacht
von Lisa Pätzold
Es plätschert. Im roten Planschbecken eine Fontaine. Daneben eine Topfpflanze, alles umrahmt von einem Steg – wir sind am See. Wenn das kein Treffpunkt für Jugendliche ist! Das dachten sich wohl auch Ausstatterin Heike Vollmer und Regisseur Dominik Günther, als sie Wedekinds „Frühlings Erwachen“ im Zwinger 3 in Heidelberg inszenierten. Allerdings in der Fassung von Nuran David Calis. Die Inszenierung ist zu den 17. Werkstatt-Tagen des Kinder- und Jugendtheaters nach Leipzig eingeladen. Den ganzen Beitrag lesen »
Wir sind Horatio
Sechs weiße Zelte türmen sich auf, davor sieben weiß gekleidete Schauspieler, allesamt mit E-Gitarren gerüstet. Lampen werfen schummriges Licht, der Sound eines Country-Songs ertönt. Das ist „Hamlet“. „Wanted Hamlet“. Wer eine werkgetreue Inszenierung des Shakespeare-Dramas erwartet, ist fehl am Platz. Wer bereit ist, “to be or not to be“ in zeitgenössischem Kontext zu betrachten, goldrichtig.
Tragödien. Immer dasselbe Muster: Am Ende sterben (fast) alle. Abend für Abend verkörpern die Schauspieler den Tod. Weil das Genre es vorschreibt, sterben sie für den Zuschauer; er selbst überlebt. Er ist Kreon, Escalus Prinz von Verona, Horatio – nie aber der Held. Den ganzen Beitrag lesen »
Mit dem Mond im Zimmer
von Mathilde Lehmann
Eine Wäscheleine im schummrigen Dunkel des Raumes. An ihr sind weiße Blätter aufgereiht. Eine Rolle Klebeband baumelt ebenfalls von der Leine herunter und schwingt leise im Luftzug der offenen Saaltür. Lukas Kubik, Ute Sengebusch, Hans-Jürg Müller und Oriana Schrage laufen herein, jeder mit einem Pappkarton unterm Arm, auf den sie sich in einer Reihe zum Publikum gewandt setzen. Den ganzen Beitrag lesen »
Bumm-tschick!
von Franziska Hilde Frank
Zwei Hände, eine Trommel, ein Mann. Stille. Minutenlang. Ein Schlag, und sie ist wie weggeblasen. Es ist nicht ganz klar, wer hier mit wem angereist ist. Schon der Titel sorgt für die Brechung gewohnter Hierarchien: “Trommel mit Mann”. Trommel mit Mann?
Die Trommel gastierte am gestrigen Abend zusammen mit dem Schweizer Fritz Hauser bei den 17. Werkstatt-Tagen der Kinder- und Jugendtheater. Im dicht gedrängten kleinen Saal des Theaters der Jungen Welt sorgten sie mit ihrer virtuosen Performance für ein etwas anderes Erlebnis. Den ganzen Beitrag lesen »
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