Kategorie 'Auf der Bühne'

13. März 2009

Eine Schule ohne Mobbing gibt`s nicht!

edda. Die Schule ist ein Ort der Konflikte: Schüler und Lehrer mit unterschiedlichen Vorstellungen, Zielen, Charaktereigenschaften, Stärken und Schwächen verbringen 5 Tage in der Woche miteinander. Wer zu Hause religiös erzogen wird, trifft in der Schule auf Gleichaltrige, die scheinbar freier leben dürfen. Wer Kunst mag, muss sich dennoch auf dem Fußballfeld in die Hacken treten lassen. Der Pferdenarr sitzt neben dem Computercrack, der Schweigsame neben dem Pausenclown. Lehrer müssen den Balanceakt zwischen leistungsstarken und eher schwachen Schülern hinbekommen und noch ein drittes Auge auf die durchschnittlich guten und von daher leistungsunauffälligen haben. Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters organisieren sich innerhalb der Schule in Klassen, Jahrgangsstufen, Freundeskreis/Cliquen/ Gangs und Gruppen, die miteinander streiten. Den ganzen Beitrag lesen »

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13. März 2009

SCHULE handinhand mit THEATER: „Erste Stunde“ – Ein Stück und eine Diskussionsplattform zum Thema Mobbing

Edda. In einem Begleitprojekt zum neuen Klassenzimmerstück „ERSTE STUNDE“ von Jörg Menke-Peitzmeyer arbeitet das TDJW mit einer 7. Klasse des Leibnizgymnasiums zusammen. Die 25 SchülerInnen diskutieren, improvisieren und filmen mit dem Inszenierungsteam rund um das Thema Mobbing und das Stück. Hier im Projekt-Tagebuch berichten sie von den Treffen. Spannende Diskussionsrunden oder Fragen, die bisher nicht gestellt worden sind, könnt ihr so mitverfolgen. Lukas Kubik, der Schauspieler des Monologstückes schreibt über die Probenarbeit und die Begegnungen mit der Klasse.

Ein hitziger Dialog kann beginnen. Fühlt euch angesprochen, diskutiert mit uns, berichtet von euren Mobbingerfahrungen, holt und gebt Rat.

Lukas Kubik in einer Probenklasse

Das Theaterstück „Erste Stunde“ kann ab 23. April als mobile Produktion für die Schule gebucht werden.

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3. März 2009

Treue, Ehre, Verschwiegenheit

Asche und Sonja wippen auf dem Sprungbrett, verbunden durch die Kopfhörer ihres iPods entschwinden die beiden für einen Moment der Realität und summen den aktuellen Erfolg „Allein, Allein“ von Polarkreis 18. Asche ist verliebt. Doch die Romantik kippt. Mit der Clique kehrt auch Asches Gewaltpotential zurück. Auf der Suche nach Identität ist er bereit sich den kriminellen Aktivitäten zu fügen und für das Gefühl von Halt die Anpassung in Kauf zu nehmen.

Asche mit Sonja

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25. November 2008

Große Oper über die Ufer: Der Drache, die Riesin und das dicke dreizehnte Königskind

Wir sind reingelegt worden! Der Drachentalk vor gut einer Woche führte nämlich auf die ganz falsche Fährte. Ich hatte den Experten tatsächlich geglaubt, dass der letzte überlebende Drache mit Kandis zu fangen wäre. Aber in der Premiere von „Der Drache, die Riesin und das dicke dreizehnte Königskind“ entpuppte sich diese Anwendung als Flop. Stattdessen tut das Mädchen etwas völlig Unerwartetes, um das rote Ungetüm in einen (unwilligen) Menschen zurück zu verwandeln. Was, verrate ich hier wieder nicht. Dafür einige Eindrücke aus dem Theater…

Von hinten: Einen derart donnernden und anhaltenden Applaus mit Trampeln, Pfeifen, Jubeln hat es im Haus wohl sehr lange nicht gegeben. Der ausverkaufte Saal will die Schauspieler nicht gehen lassen. Sonja Abril Romero, Anke Stoppa, Sven Reese, Lukas Kubik, Detlef Vitzthum, Chris Lopatta, Martina Krompholz, Gösta Bornschein, Roland Klein verwandeln ihre (oft mehrere) Rollen sämtlich in liebenswerte Figuren, die, seien sie noch so märchenhaft, uns im Alltag über den Weg laufen könnten. Auch den Drachen und erst recht die Riesin, möchte man schnell zu Freunden haben. Ein wenig gehemmt wirken die meisten Darsteller allerdings noch… Den ganzen Beitrag lesen »

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22. November 2008

Expertentalk der Drachennacht lüftet nicht jedes Geheimnis

Als die 50 Luftballons mit Kindern dran sowie die aus den Proben herbeigeeilten Schauspieler in der Drachenzentrale endlich Platz genommen haben, stellen die beiden Moderatorinnen Romy Kuhn und Katharina de Vette ihre Gäste vor. In der Runde warten der Hausexperte zum letzten überlebenden Drachen (Matthias Schiffner), ein fieser Weißer Ritter mit dunkler Sonnenbrille und Harnisch unterm Sakko (echt mafiös: Roland Klein) und ein lässiger Lukas Kubik in Jeans und Pulli (verwunschener Schauspieler, nicht gerade, wie man sich einen Hausdrachen vorstellt) auf den natürlich zu spät eintreffenden näselnden Forscher im englischen Tweed (zerstreut vor lauter Schmetterlingen im Kopf: Gösta Bornschein).
Von Katharina um „Licht im Dunkel des Textes“ von Ulrich Zaum gebeten („Der Drache, die Riesin und das dicke dreizehnte Königskind“ feiert heute Premiere), erklärt Drachendramaturg Matthias die ungebrochene Faszination durch Drachen damit, dass sie ziemlich große und spannende Wesen seien, viel größer und spannender als Ritter beispielsweise, zumal die feuerspeienden europäischen Exemplare ihre natürlichen Feinde regelmäßig anbrutzelten, weshalb die meisten nicht mehr weiß seien… Den ganzen Beitrag lesen »

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17. November 2008

Schatz gefunden in der Drachennacht!

Ein Junge wartete viel zu früh am Eingang zur Drachenhöhle, stand vor der Glastür, fuchtelte mit den Armen, krächzte und quiekte  - sein Spiegelbild an? Nach einer Weile entdeckte ich im dunklen Blauen Foyer hinter der Tür eine junge Assistentin, die an diesem Abend für den Einlass sorgte. Auch sie stand allein vor der Scheibe und gestikulierte zurück, beugte sich zu dem Jungen herab, runzelte fragend die Stirn, beschrieb dann mit dem Arm einen großen Bogen und riss sich mit der rechten Faust den Daumen der linken Hand ab. Der Junge wiederholte seine Bewegungen flink und zackig, immerzu leise krächzend und quiekend. Die Frau antwortete mit ausdrucksvollem Schwung, lächelte fragend. So ging das eine Weile hin und her. Zackzack – Schwingschwing: Ein wortloser Schlagabtausch, ein pantomimischer Dialog zwischen Tür und Angel, ein geheimnisvoller Schatz leuchtete in einer gerade nicht bespielten Ecke des Theaterhauses kurz auf. Dann stürmten die anderen Kinder die Drachenhöhle. (Später erzählte mir Daniela Fels, der Junge habe ihr beigebracht, wie man den Daumen wirklich restlos, ohne dass man noch einen Knöchel sieht, zum Verschwinden bringen könne.)

 

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16. November 2008

Saffran und Krump streiten mit lustigem Gewürgz aber ohne Würze

Kinder sind schon erstaunlich. Es heißt ja immer, sie seien die gnadenlosesten Zuschauer, weil sie ihr Missfallen über ein Stück schon während der Vorstellung sehr direkt kundtäten. Ich habe das aber noch nicht erlebt (bei Jugendlichen schon), auch nicht gestern zur Premiere von „Saffran und Krump“. Sie waren still, wenn es still sein musste, sie haben laut gelacht, wenn sie laut lachen sollten, haben überaus fröhlich applaudiert und anschließend sagten Jungen und Mädchen unisono: „Es hat mir gut gefallen. Das war ein schönes Stück!“

Vielleicht verrät die Art von Stille und Lachen mehr? Den ganzen Beitrag lesen »

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15. November 2008

Premierenwerkstatt als live übertragene Drachennacht

Die Kinder wollten mal wieder nicht nachhause. Als die Drachenexperten-Talkshow gestern um viertel nach zehn zu Ende war, hätte die Nacht im TdJW noch lange weitergehen können. Wie die Wilde 13 stürmten die frisch beurkundeten Junggelehrten erneut den Königshof auf Etage 1, um sich in den Drachenfestspielen mit Luftballonschießen, HoolaHoop-Contest, Apfelfischen, Sackhüpfen, Rock’n Roll-Duetten auf gefalteten Zeitungen, Lanzenkämpfen und Steckenpferdrennen auszutoben. Anschließend wären sie wahrscheinlich gerne noch mal durch die Drachenhöhle hinter der Bühne gestiegen, um sich die Bärte, Warzen, Perücken und Kostüme für Ulrich Zaums Drachenstück zeigen und das Bühnenbild mit fahrbarem Drachenfelsen, wandernden Bäumen, „orgelnder“ Kirche, Nebeldampf und Feuerspuk erklären zu lassen. Danach käme noch eine von Schauspielern gelesene Drachengeschichte mit Tee und Keksen unterm Dach gerade recht, bevor sie sich in der gemütlichen Drachenzentrale in die dicken Kissen kuscheln würden, um der Life-Übertragung (auch direkt aus dem Leipziger Theaterhaus) der bundesweiten ARD-Radionacht mit Geschichten um feuerspeiende Träume weiter zu lauschen. Den ganzen Beitrag lesen »

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24. Oktober 2008

Ist euch noch was heilig? Aufruf zum politischen Halloween

Im vergangenen Jahr war Halloween ja der Kracher für Kids und Schauspieler (siehe blog ganz weit unten). Zweifellos wird es auch nächste Woche wieder lustig drunter und drüber gehen im Theaterhaus. Obwohl auch ich meinen Spaß hatte, entscheide ich mich diesmal gegen die Gruselparty und für die      Tradition(en). Anders als die Werbung weismacht, ist Halloween hierzulande doch gar nicht „traditionell“.
Zumal nicht im protestantischen Sachsen, wo allerdings heute nur noch die Reformationsbrötchen an den Lutherschen Befreiungsschlag am 31. Oktober erinnern. (Wäre uns noch was neben den Spareinlagen heilig, böte der etwas später eingeführte, „traditionelle“ Weltspartag (hihi) also schon Anlass zum Feiern.)
Auch in eher katholischen Gegenden hierzulande erinnert sich wohl keiner an Halloween, wohl aber an den Abend vor Allerheiligen, an dem die religiösen Leute ihrer Heiligen und Märtyrer gedenken, also deren vorbildliche Taten in widrigen Umständen.
Noch traditioneller ist der ziemlich weltliche Brauch armer Leibeigener in Irland, am Abend vor dem 1. November bei den Wohlhabenden bettelnd auf ihre äußerst widrige Situation aufmerksam zu machen, die nämlich, dass sie zum Wintereinbruch entlassen wurden. Um des Effekts willen schickten sie dazu gerne ihre gruselig ausgemergelten Kinder los – woraus wiederum die nervige Tradition „Süßes oder Saures“ entstand, die seit knapp 20 Jahren mit dem kommerzialisierten amerikanischen Reimport des irischen All Hallows Eve verquirlt wird.
Halloween ist nicht (mehr) traditionell, sondern eine modische Ablenkung. Ein zeitgemäßer Halloween-Kracher wäre, wenn man mit den Tradition(en) auf die widrigen Umstände armer Kinder am Anfang des 21. Jahrhunderts in Deutschland zeigte. Das hätte auch wieder politischen Gruselcharakter.

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13. Oktober 2008

Fußpilze in der Skala

Für das Jugendtheater, und das Theater der Jungen Welt sowieso, gabs noch nie eine “vierte Wand”. Auch für das Schauspiel Leipzig gehört Zuschauerkontakt seit kurzem zum Mantra. Den ganzen Beitrag lesen »

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