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3. März 2009

Treue, Ehre, Verschwiegenheit

Asche und Sonja wippen auf dem Sprungbrett, verbunden durch die Kopfhörer ihres iPods entschwinden die beiden für einen Moment der Realität und summen den aktuellen Erfolg „Allein, Allein“ von Polarkreis 18. Asche ist verliebt. Doch die Romantik kippt. Mit der Clique kehrt auch Asches Gewaltpotential zurück. Auf der Suche nach Identität ist er bereit sich den kriminellen Aktivitäten zu fügen und für das Gefühl von Halt die Anpassung in Kauf zu nehmen.

Asche mit Sonja

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8. Oktober 2008

Poseidon auf Wasser-Entzug

Über die Fernsehästhetik, die Längen und die Stärken von Klaus Schumachers „Odyssee“.

Auf einem Sandsteinbrocken vor gold-brauner Kulisse (Bühne: Katrin Plötzky) liegt, im Licht des Scheinwerferspots, der griechische Held: Odysseus (Hermann Book). Ihn lässt Regisseur Klaus Schumacher mit einem Monolog in Versmaß beginnen, seine uralte Geschichte zu erzählen: Ein „Spielball der launischen Götter, betrauert nur von Kalypso, Königin der Inseln Ogygia“, sei er.
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8. Oktober 2008

Wo war der Schutzengel?

Gar nicht schön: das Zürcher Ensemble jetzt & co. wurden beklaut, während sie spielten.

TATORT: Theater der jungen Welt.
TATZEIT: Zwischen 16:00 und 17:20 Uhr, während der Vorstellung „Hinter dem Bahnhof liegt das Meer“
TÄTER: unbekannt.
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8. Oktober 2008

Von Eindruck und Ausdruck

Für Anne Todt ist die Inszenierung „Ein Schuss für jeden“ ein Zuschauerratespiel

EINDRUCK:
Ich verließ das Stück etwas enttäuscht. Auf der Bühne lagen Tote, dann lebten sie wieder. Einer war im Gefängnis, am Ende stellt sich heraus, dass es dazu nicht wirklich einen Grund gab. Es gab Schüsse, aber nur mit Platzpatronen. In einem Satz: Für mich machte es zunächst keinen Sinn.
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6. Oktober 2008

Ringelrock auf blasser Haut

Eine Nicht-Show von Disko-Attitüden zog das niederländische Performance-Duo United Sorry beim Late-Night-Special zum Abschluss der Werkstatt-Tage ab.

Der Blümchenhemd-Träger haucht in sein Mikrofon: „Make us feel mighty real“. Sein bärtiges Gesicht schmückt ein breites Grinsen. Auf einem Barhocker sitzend liest er durch seine große, dunkle Sonnenbrille Liedtexte von Disco-Hits der 70er und 80er. Wort für Wort. Einer Hypnose gleich, redet er auf seinen Partner „Mister United“ ein. Beobachtet ihn bei der Improvisation mit seinem Körper.
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6. Oktober 2008

Meer Heimat

Enrico Beeler schickt in in „Hinter dem Bahnhof liegt das Meer“ zwei Outsider auf die Suche nach ein bisschen Glück.

„Auch auf den Händen laufen?“, fragt Kosmos herausfordernd das bisher verschreckte Häufchen Neuner. Dieser schwingt sich kurzzeitig zu Selbstbewusstsein auf, schlingt seine Finger um die Sohle seiner Schuhe und eiert gebückt über die Bühne – um ans Meer zu gelangen, würde der kleine Neuner alles tun. Beeindruckt von dieser Willensstärke, fordert Kosmos ihn zu einem Hände-unter-den-Schuhsohlen-Wettrennen heraus. Untermalt vom Spiel des Mundharmonikajohnnys.
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6. Oktober 2008

„Ich bin kein Fernseher!“

Holger Schobers „Hikikomori“ bricht in der Inszenierung von Dominik Günther als Stubenhocker auf Speed nach vorne durch.

Was einem bereits beim Einlass im Foyer entgegendröhnt, hört sich an wie J-Rock, Japanese Rock-Music. Japanisch ist auch der Titel des Stücks von Holger Schober: „Hikikomori“. Da verweigern junge Männer in Japan allen Kontakt zur Gesellschaft. Sie schotten sich in ihren Zimmern nach außen ab. Mit Videospielen und Online-Chats vereinsamen sie in virtuellen Welten.
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4. Oktober 2008

Isolde, die Holde

Von Koboldläusen, Werwurzjungen und einer kreischenden Prinzessin handelt Pamela Dürrs Stück „Die Ungeheuren und die Prinzessin vom Planeten Pipapo“.

Wie rotes Wassereis leuchten die aufeinander gestapelten Eimer. Das Schloss der Prinzessin Isolde (Elisabeth Fues) vom Planeten Pipapo. Aus dem Off hört man die Erzählerin: „Schöner als jede Vorstellung, ein anmutiger Traum in rosa Tüll“. In einem knallpinken Kleid mit ausgestopftem, langen Rock und hohem Goldkrönchen erscheint sie – die Holde. Den ganzen Beitrag lesen »

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4. Oktober 2008

„Es riecht nach Krokodil”

In „Das unkommunikative Krokodil“, inszeniert von Jürgen Zielinski, stachelt ein triebgesteuertes Reptil gegen alle Vernunft eine sinnliche Revolution an.

Im kleinen Saal des Theaters der jungen Welt stehen heute Abend für die Zuschauer Bierbänke unter bayrisch karierten Tischdecken bereit. Auf der Bühne zwei schwarze Mülltonnen, vier Schauspieler in weißen Arztkitteln. Ein ernster Blick, und sie spucken sich ausgiebig das „toi, toi, toi“ über die Schultern. „So, Achtung!“ Den ganzen Beitrag lesen »

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4. Oktober 2008

Kampf ums Geschlecht

Wie eine sexuelle Identitätskrise in Esther Hattenbachs „Boys don’t cry“ auf den „Highway to hell“ führt.

„I’m on the highway to hell“, schallt es als Live-Musik durch den Saal. Brandon und Lana knutschen. Leslie zappelt zur Musik. Lanas Mom trinkt Dosenbier. Happy Birthday, Brandon! Denn das ist der letzte, den du feiern wirst, du befindest dich direkt auf dem „Highway to hell“. Den ganzen Beitrag lesen »

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