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17. März 2008

Buchmesse

Geschafft – die Leipziger Buchmesse und das Theater der Jungen Welt mittendrin. Das bedeutete natürlich Stress und jede Menge Vorbereitungen. Doch letztendlich war es mal wieder erfolgreich und hat natürlich allen angehörigen ordentlich viel Spaß gemacht. Am Samstag war ich dann dran. Von 10-18 Uhr am Stand stehen und Memory mit Kindern spielen, die, wenn sie Glück haben, Freikarten für unser Theater gewinnen können. Selbstverständlich war das auch ordentlich anstrengend, sodass ich mir 2-3 Pausen genommen habe und selbst mal über die Buchmesse geschlendert bin. Habe jedoch schon schnell gemerkt, dass das nichts für mich ist – Gedränge, stickige Luft, ignorante Menschen. Allgemein hätte ich erwartet, dass mehr Kinder bzw. Familien anzutreffen sind. Doch letztendlich rannten die meisten Jugendlichen “nur” zur Mangaecke, welche ordentlich groß war. Desto mehr hat es mich gefreut, dass viele Jüngere das TdJW kannten und auch schon desöfteren hier zu Besuch waren. Davon getragen habe ich schmerzende Füße und einen schmerzenden Rücken – ist ja doch anstrengend. Die Lesungen im Haus waren größtenteils ebenfalls gut besucht. Die eine mehr die eine weniger, aber alle interessant.

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1. März 2008

5. Lindenauer Nacht

Es ist Samstag, der 1.03. 2008, 12:45. Ich steh heut schon seit 10:00 Uhr auf der Matte ( was für den Samstag sehr ungewöhnlich ist) und so schnell werd ich hier heut auch nicht mehr rauskommen. Es ist soweit, heute ist die Lindenauer Nacht, genauer genommen die 5. Lindenauer Nacht. Schon seit Beginn meines FSJ bin ich am mit- bzw. umplanen, organisieren, telefonieren. Was ist die Lindenauer Nacht überhaupt? Ein Zusammentreff von den Oragnisationen, Vereinen etc. aus dem Leipziger Westen. Präsentieren können diese sich am Infomarkt und beim Bühnenprogramm. Und da wir alleine 31 Infomarktteilnehmer und 15 Bühnenprogrammteilnehmer sowie 3 Bands im Hause haben gabs da allerhand zu planen. Ab 16:30 Uhr geht es dann los, der Infomarkt wird eröffnet und ab dann wird alles ganz schnell gehen. Lindenauer Tafel, Bühnenprogramm, “Papa Tom”, “Die kleine Meerjungfrau”, Nachtprogramm … und natürlich auch Abbau. Für mich persönlich, wo ich doch das 1. mal so eine Veranstaltung mitgeplant habe, ist das alles natürlich sehr aufregend. Immerhin war der Infomarkt mein “Baby” und da kann ich nur hoffen, dass da nichts schief geht.  Zur Erholung von dem ganzen Stress ( übernächste Woche gehts mit der Buchmesse dann noch weiter) fahre ich Montag mal wieder auf Seminar, diesmal nach Bautzen …

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20. Februar 2008

“Orrrrrrr, Woyzeck, das lesen wir dann in Deutsch”

Am Donnerstag, den 21.02.2008 ist nun also die Premiere von Woyzeck. Am Dienstag bekam ich ganz unverhofft einen Anruf vom Matthias – ich solle doch bitte runter kommen, für “Aufnahmen”.

Was für Aufnahmen? Werden etwa wieder Fotos gemacht? Komisch, dacht ich mir, ging jedoch natürlich trotzdem ins Foyer. Dort traf ich dann auf 3 weitere Praktikanten und 2 Jungs aus dem Theaterclub. Soso, doch keine Fotos. Was denn dann? ” Na wegen Woyzeck”. Scheinbar wussten hier alle um was es geht – nur ich nicht. Zu Beginn von Woyzeck sollen Tonaufnahmen von Jugendlichen gemacht werden ( in etwa so als ob sie sich gerade auf dem Schulhof unterhalten), welche sich teilweise sehr abfällig über Woyzeck äußern. ” Ist doch alles nur Hartz 4 Kacke” , ” Scheiß Opfer, interessiert mich doch überhaupt nicht”. Die Schauspieler stehen währenddessen auf der Bühne. Aufregend also für uns 6 ins Tonstudio zu gehen, in einem Halbkreis ums Mikro versammlelt sämtliche Begriffe die uns zu Woyzeck einfallen zu “schreien”. Und es war tatsächlich so, dass wir uns sehr laut äußern sollten. Und nun, einen Tag vor der Premiere steht die Aufnahme, Jenny ( eine Praktikantin) und ich verstecken uns hinter der Bühne ( denn die Generalprobe geht ja gleich los und wir wollen nicht stören) und lauschen mit voller Zufriedenheit dem Ergebnis. Klar, dass wir uns das Lächeln da nicht verkneifen können. Immerhin sind wir hier ja “nur” Praktikanten ( und FSJ`ler ) und finden es deswegen umso toller unsere Stimmen während einer Aufführung zu hören.

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4. Februar 2008

“Das Buch ist ja ganz anders und viel besser”

Als ich letzten Donnerstag bei den Kassendamen in der Garderobe etwas ausgeholfen habe, zogen zwei Mädchen an mir vorbei, welche gerade aus der “Tintenherz”-Vorstellung kamen. Beide sehr aufgebracht und enttäuscht, so hatten sie sich das Stück wohl nicht vorgestellt. Das ist jedoch nicht das erste mal, dass “Tintenherz” solch eine harte Kritik bekommt. Woran liegt das? Etwa daran, dass es dem Regisseur nahezu unmöglich war das komplette Buch in anderthalb Stunden Theater zu verpacken? Oder rührt es vielleicht von den Schauspielern her? So wird oft über Meggie, die Tochter von Mo, diskutiert. Sie sei nervig, nahe aufdringlich und nicht altersgerecht gekleidet. Aber macht soetwas das ganze Stück aus? Wohl eher nicht. Wo jedoch jeder zustimmt, ist, dass das Bühnenbild fantastisch und überwältigend ist. Das lässt die Kinderaugen leuchten. Zu bemerken ist wolh auch, dass das Stück ab 7 ist. Da versteht es sich, dass 13/14-Jährige eher nicht so berührt sind – die sollten dann vielleicht eher in eine Vorstellung für eine ältere Generation gehen.

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24. Januar 2008

“Nachtblind” – diesmal nicht aus dem Zuschauerraum

Was tun die Schauspieler während einer Vorstellung, wenn sie gerade nicht auf der Bühne stehen? Geht es hektisch hinter der Bühne zu? Darf man sich da nicht bewegen – am besten auch nichts sagen?

Aufgrund dessen, dass unsere Requisiteurin Silke Kelle krank ist musste für diese Zeit Ersatz in der Requisite her. So hat sich für mich die Möglichkeit geboten ein Stück mal aus ganz anderer Sicht zu sehen – hinter der Bühne. Meine Aufgabe war es also nach dem Stückende das Bühnenbild wieder komplett auf Anfang einzurichten, den Schauspielern ihre Requisiten auf den Platz zu legen, während des Stücks den Schauspielern ihre Requisiten zu reichen und sie aus-bzw. anzuziehen. Für mich also eine ganz neue Erfahrung und auch nicht ganz so wie ich es mir vorgestellt habe. Die Schauspieler selbst ruhig bis leicht nervös, die Techniker immer auf Trab um etwas für das Stück notwendiges zu besorgen und ich selbst hatte Phasen in denen ich nichts zu tun hatte aber auch Phasen in denen ich wirklich sputen musste. So weiß ich nun, dass man sich durchaus auch hinter der Bühne unterhalten darf ( flüstern, versteht sich ), dass es auch gar nicht aus bleibt, dass man sich hinter dem Bühnenbild bewegt und das alles gar nicht ganz so hektisch ist wie man es sich sonst immer vorstellt.

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22. Januar 2008

Peter und der Wolf im Universitätsklinikum

Normalerweise ist es Wilfried Reach bei seinem Stück “Peter und der Wolf” gewöhnt, dass er, als Erzähler, in Begleitung von Musik die verschiedenen Puppen “zum Leben erweckt”. Ganz anders jedoch letzten Donnerstag in der Kinderklinik im Universitätsklinikum. Die große, helle und kinderfreundliche Empfangshalle war voll gestellt mit Stühlen und kleinen Kindern die erwartungsvoll zur Bühne blickten. Dort war nicht nur das Bühnenbild aus dem Theater der Jungen Welt, sondern auch viele Musiker der musikalischen Komödie zu sehen. Die Begleitmusik diesmal nicht von der Anlage wie sonst üblicherweise auf der Etage Eins im Theaterhaus, sondern von echten Musikern mit Flöte, Geigen und sonstigen Instrumenten und der Erzähler nicht Wilfried Reach, sondern ein alter weißer Mann, welcher mit ruhiger Stimme in Märchenerzählform “Peter und der Wolf” aus einem Büchlein vorlaß. Ganz schön anstrengend für unseren Großvater, der sich nicht nur auf die Musik konzentrieren musste um den Einsatz nicht zu verpassen, sondern auch immer auf die Worte des Erzählers achten musste. Glücklicherweise hat alles gut funktioniert, auch wenn es vorher keine Proben in dieser Konstellation gegeben hat. Den Kindern hat es gefallen und das Theater weiß etwas Gutes für Kinder getan zu haben.

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15. Januar 2008

Seminar

So, da bin ich wieder. Frisch und munter von der letzten Seminarwoche in Kohren Sahlis. Die beiden Wochen davor habe ich in Ruhe das Weinachtsfest und Silvester genossen und hätte gar nicht gedacht, dass 3 Wochen “Theaterpause” einem den Trubel im Theater schon vermissen lassen können. Das Seminar beinhaltete grob das Thema ” Zukunft” , sprich, welchen Beruf werde ich nach dem FSJ einschlagen oder sollte ich nicht eher doch studieren. Stärken und Schwächen erkennen und daran arbeiten. Und wieder mal war es entspannend und aufregend zugleich mit 31 anderen FSJ`lern aus Sachsen zusammen zu kommen und über dies und jenes zu plaudern. Nun bin ich wieder voller neuer Ideen die ich in meine Arbeit mit einfließen lassen kann.

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20. Dezember 2007

Weihnachten im Theater

 

Der 20.12.2007 – bald ists geschafft. Allein im Dezember hatte das TdJW im Rahmen des Weihnachtsprogramms 120 Vorstellungen, was circa 4 Vorstellungen pro Tag macht. Das bedeutet Stress – und zwar nicht nur für die Schauspieler. Die Empfangsdamen wissen gar nicht wo sie fangen sollen. Bei Tintenherz ist gerade Pause, die Kinder stürmen in das Foyer und zur selben Zeit kommt eine erneute Truppe Kinder ins Foyer die sich ”Immer dieser Michel” anschauen möchten. Da fällt es sehr schwer den Überblick zu behalten. Aber es lohnt sich. Das Jahr 2007 war ein erfolgreiches Jahr für das Theater und wir hoffen, dass es im nächsten Jahr so weiter geht.

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17. Dezember 2007

Das Theater aus der Sicht eines FSJ`lers

 

 

Ich bin die Karen, 19 Jahre alt und ein neues Gesicht am Theater der Jungen Welt. Vom 01.09.2007 – 31.08.2008 werde ich dem Matthias Schiffner im Rahmen meines FSJ Kultur im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit etwas unter die Arme greifen. Ein FSJ bedeutet grundsätzlich erstmal “Freiwilliges Soziales Jahr” und da das Theater eine kulturelle Einrichtung ist “FSJ Kultur”. Während diesen Jahres werde ich von meiner FSJ Sammelstelle begleitet welche mich zum TdJW vermittelt hat und mit welcher ich eine Leistungsvereinbarung getroffen habe. Diese “LKJ Sachsen” erwartet gewisse Leistungen von mir. Unter Anderem werde ich ein eigenes Projekt organisieren und durchführen müssen. Dieses Projekt wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dieser Blog sein. ” Das Theater aus der Sicht eines FSJ`lers “. Zudem veranstaltet eben diese Sammelstelle 4 einwöchige Seminare bei denen ich mit anderen FSJ`lern aus dem kulturellen Bereich in Sachsen zusammen komme um Erfahrungen auszutauschen, neue Eindrücke und vorallem neu erlangtes Wissen speziell für mein Aufgabenbereich der Öffentlichkeitsarbeit zu sammeln. Grundsätzlich ein erfülltes Jahr. Man erlangt Berufserfahrung, erfährt viel neues Wissen und setzt einen Schritt vorwärts in die Selbstständigkeit

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