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2. September 2008

Aus mit dem Theater !

Nach langer Zeit melde ich mich nun nochmal – wohl zum letzten mal, auch wenn meine Theaterzeit, vertraglich, am 31.08.08 geendet ist.
Seit nun mehr drei Wochen hat mich schon der nächste Beruf eingeholt – die Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau.
So hatte ich also kaum Zeit mal richtig durchzuatmen und das letzte Jahr für mich selbst richtig abzuschließen.

Die neue Spielzeit hat begonnen und beherbergt spannende neue Stücke für Jung und Alt zu denen wir Praktikanten und FSJ`ler auf jeden Fall zur Premiere gehen werden.
So richtig loslassen können wir alle drei ( Jenny, Patricia und ich) nicht.
Das Jahr war voller neuer Eindrücke und Erfahrungen.
Das erste mal ein Berufsleben führen – keine Schule mehr, keine gleichaltrigen – sondern eher ältere Mitarbeiter und vorallem das Gefühl, dass es dabei um wirklich was geht.
Vor genau einem Jahr bin ich in die Theaterwelt eingetaucht und nun halte ich schon mein Zertifkat und die Beurteilung des Presseleiters Matthias Schiffner in den Händen.
Eine wirklich schöne Zeit war es.
Insbesondere für meine Zukunft hat es mich vorangebracht und mir geholfen mich für die Berufswahl zu entscheiden.

Theater ist und bleibt besonders.
Rosemarie Ristau, die Maskenbildnerin, meinte zum Abschlussgrillen zu mir: “Wer ein halbes Jahr am Theater überlebt, wird sein lebenlang dort bleiben …” … und ich denke, dass da was Wahres dran ist.

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24. Juni 2008

Auch Schauspieler sind nur Menschen …

Gestern saßen die beiden Praktikantinnen ( Patricia und Jenny) und ich bei sonnigem Wetter auf der Terrasse des Theaters und sprachen über die Erlebnisse vergangener Tage.
Ein Punkt war da auch die Premierenfeier von “Wasser/Lebensläufe” letzten Donnerstag.
Wie ja schon früher von mir im Blog beschrieben veranstaltet das TdJW eine theatrale Bootsfahrt auf dem Karl-Heine-Kanal mit insgesamt 7 Stationen rund um das Thema Lindenau.
Da fast 70 Leute mitgewirkt haben, soviel wie in sonst noch keinem Stück des Theaters der Jungen Welt, fiel die Premierenfeier unüblich groß aus.
So saßen Donnerstag Abend gegen 21:00 Uhr mehr als 70 Personen versammelt am Stelzenhaus und feierten bei Bratwurst und Sekt den Erfolg vom neuen Projekt. Schön auch deswegen, weil genau an diesem Tag Deutschland gegen Portugal spielte und dennoch alle zahlreich erschienen sind. Aber auch dafür war gesorgt. Der Intendant, Jürgen Zielinski, hat mitgedacht und seinen Laptop für alle Fussballbegeisterten mitgebracht.


Ja, es war spannend …

Desto später der Abend, desto lustiger und lockerer die Leute. Also zückten Patricia und ich die Digicam heraus und knipsten drauf los – es muss ja alles irgendwie fest gehalten werden.
Gerade für uns, wo unsere Zeit hier im Theater doch bald zu Ende ist und wir noch ein paar Erinnerungen mitnehmen wollen.

Am Anfang unserer Zeit hier im Theater dachten wir alle drei, dass wir die Schauspieler wohl nur selten zu Gesicht bekommen werden, es sind ja immerhin “Schauspieler”.
Und wenn diese sich dann mit einem unterhalten, dann ist das ja auch etwas Besonderes.
Das dachten wir. Warum ist uns jetzt nicht ganz klar. Es ist scheinbar das Bild was einem immer vermittelt wird.
Doch mitlerweile wurden wir eines Besseren belehrt.


Puppenspieler Wilfried Reach …


Puppenspieler Tobias Weishaupt und ich …


Schauspieler Chris Lopatta aka Lopi Lopez mit der Jenny und mir …

… und so stellten wir fest, dass auch Schauspieler irgendwo nur Menschen sind …

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17. Juni 2008

Ein FSJ – begünstigend für die Ausbildungssuche

Im Laufe der Lindenauer Nacht (dazu habe ich gegen März schonmal einen Blog geschrieben), bei der ich viel mitgewirkt habe, habe ich gemerkt, dass dieses Planen, Organisieren und Verwalten genau das ist, was ich möchte.
Wer will wieviele Tische, wieviele Stühle, wer braucht Stromanschluss oder etwa noch eine Wäscheleine, wer möchte noch ein extra Licht oder gar einen Aufsteller … und und und.
Ein Trubel und ein hin und her.
Aber dennoch habe ich versucht das Bestmögliche zu geben, es allen recht zu machen, auch wenn wir nur begrenzt Platz hatten in unserem Haus.
Spaß hats gemacht und das Resultat, der 1.03.2007, war für mich ein voller Erfolg.
Daraufhin gingen dann auch gleich die Bewerbungszeiten los.
Mit den Eindrücken der Lindenauer Nacht im Hinterkopf habe ich mich also für Veranstaltungskauffrau beworben.
Vor 2 Wochen das Vorstellungsgespräch – und wirklich Glück gehabt, dass ich überhaupt die Chance hatte mich vorzustellen, hatte “Gloabana” doch mehrere hundert Bewerber.
Das Gespräch lief perfekt, sie waren beeindruckt von der Arbeit die ich hier auf Arbeit verrichte und fanden es sowieso toll, dass ich schon Berufserfahrung habe.
20 Minuten fast nur über das Theater gesprochen.
Donnerstag letzte Woche kam dann die Zusage.
Eine von mehreren Hundert.
Und ich bin der festen Überzeugung, dass ich das irgendwo dem FSJ zu verdanken habe.
Also doch nicht nur vergeudete Zeit, sondern wirklich sinnvoll für die Zukunft.

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17. Juni 2008

“Sommertheater auf dem Kanal” – und Karen mittendrin … als Schwan

Wasserläufe.
Das Sommertheater auf dem Kanal.
Eine kleine Bootstour auf dem Kanal, mit kleinen Snacks, Unterhaltung und Schauspielern als Bootsleiter.
Und was dieses Projekt natürlich so besonders macht – mehrere Stationen an denen das Boot hält und an denen man einiges zu sehen bekommt.
So zum Beispiel fabelhafte Nixen, die am Ufer liegen und eine Melodie summen.
Den Studentenclubs des Theaters – “In Lindenau, da ist der Himmel blau”.
Kurzum gibt es viel um das Thema Lindenau zu sehen.
Das Theater mal auf andere Art und Weise.
Und auch ich werde eine Rolle darin übernehmen – als Schwan.
Eine Art “Dreirad” in Form eines riesen Schwanes vom Schauspiel Leipzig.
Gestern ist er hier im Theater angekommen und ich habe ihn mir natürlich erstmal besonders unter die Lupe genommen. Ein wirkliches schönes Gefährt.
Da kann man nur hoffen, dass das Wetter auch wirklich gut mitspielt, denn am Donnerstag ist ja schon die Premiere.
Ja, auch wenn man im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit tätig ist hat man die Möglichkeit auch in die anderen Bereiche zu schnuppern, was die Sache nur noch interessanter macht, was auch mein Ziel während des Jahres war.
Möglichst viel zu sehen, zu erleben und an Erfahrung mitzunehmen …

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10. Juni 2008

Aus ists mit der Liebe …

Am Freitag, den 6.06.2008 wurde “Was heißt hier Liebe” zum letzten mal aufgeführt.
Schade, dass das einzige Stück hier am Theater, was mit Liebe und Sexualität zu tun hat nun abgesetzt wurde.
ABER – es soll ein neues Stück inszeniert werden, was wieder diese Thematik aufgreift.
Die “alte” Liebe war aber 13+.
Also genau für die Altersgruppe, welche sich so langsam mit dem Thema befasst.
Dennoch stieß das Stück auf eigene Gegenstimmen.
Die Mädchen, heute ja alle schon reifer und weiter als noch vor 10 Jahren, schüttelten die Köpfe – “das hätten sie ja alle schon durch” und die Kerle – peinlich berührt – blieben ganz cool, natürlich nur nach außen.
So wurde viel gelacht und die Stimmung im Theatersaal war gelassen – das hat man natürlich auch den Schauspielern angemerkt.
Immerhin ist das bei diesem Thema ja keine Selbstverständlichkeit.
Ist die Atmosphäre angespannt und gehen die Jugendlichen nicht richtig mit (immerhin wurde sie ja auch mit in das Stück einbezogen), so merkt man auch, dass die 4 Darsteller verkrampft sind.
So jedoch nicht bei der letzten Vorstellung.
Alles sehr locker .. und so macht es letztendlich ja auch nicht nur den Schauspielern Spaß.

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29. Mai 2008

Auch in der Öffentlichkeitsarbeit muss man kreativ sein …

Lauren ist 17 und möchte ein Superstar werden.
Premiere ist heute, am 28.05., 19 Uhr auf der Hinterbühne.
Den Programmzettel dazu habe diesmal ich selbst gemacht.


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6. Mai 2008

Girls Day

Auch das TdJW Leipzig hat am diesjährigen Girlsday teilgenommen.
8 Mädchen im Alter von 10-14 Jahren haben teilgenommen und wollten möglichst viel über das Theater erfahren.

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11. April 2008

Trollkind

Morgen, den 12.04.2008 ist Premiere von Trollkind und in der Endprobenwoche mussten natürlich alle wieder ran. Am Dienstag war Beleuchtungsprobe – das heißt gaaanz lange da stehen und sich von verschiedenen Lichtern beleuchten lassen, bis alles perfekt so ist wie es ist.
Das scheint einen vielleicht langweilig, aber es ist mal eine andere Art und Weise die Bühne kennenzulernen. Die Wege abzulaufen, die normalerweise die Schauspieler laufen – rumklettern, rennen, liegen, alles mögliche …
Und einen Tag später dann die öffentliche Probe … ganz schön eklig das Stück ab 7. Gruslige Laute, komische Bewegungen und Gesten, Mäuse werden gegessen … pah, manchmal saßen selbst wir 4 Praktikanten da und haben das Gesicht verzerrt, sowas sieht man ja nicht alle Tage.
Ekelfaktor ist also ganz hoch gehalten. So wird das Stück wenigstens nicht langweilig …

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27. März 2008

große Verlosungsaktion im Theater …

Zur Buchmesse haben zahlreiche Kinder an unseren Spielen teilgenommen, anschließend Fragen dazu beantwortet und gehofft, dass sie die Glücklichen sind, welche ausgelost werden und Freikarten bzw. Bücher zugeschickt bekommen. 5 Familienkarten wurden bereits versendet und heute gehts weiter mit Unmengen von Büchern. Von “mein erstes Lexikon” bis “Das verborgene Königreich” bis “Calaspia”. Für alle Altersklassen ist etwas dabei. Die Bücher haben wir am Anfang der Spielzeit von einem Sponsor zugeschickt bekommen und werden nun fleißig für Verlosungen verwendet. Da lohnt es sich doch zu dem Stand des Theaters der Jungen Welt zu kommen und entweder beim Memory oder beim Holzklotz-Puzzle teilzunehmen …

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25. März 2008

Feiertage – 4 Tage keine Arbeit

Ostern … was soviel bedeutet wie Familie besuchen, viel Schokolade suchen und einfach nur entspannen. Und wieder mal habe ich gemerkt, dass ich das nicht kann. Spätestens Sonntag hat mich die Langeweile gepackt und gestern, also Ostermontag, habe ich mir dann nur noch gewünscht auf Arbeit zu gehen. Etwas tun, etwas anpacken, arbeiten, Beschäftigung haben. Ich bin kein Mensch, der tagelang faulenzen kann, ich brauch Beschäftigung. Das hab ich mal wieder ganz klar gemerkt und bin deswegen umso mehr froh, dass heute Dienstag und somit wieder ein Arbeitstag ist.

Apropos, ich arbeite nun schon 7 Monate im Theater der Jungen Welt. Die Hälfte meiner Zeit hier als FSJ`lerin ist also vorbei. Manchmal fragt man sich echt wo die Zeit geblieben ist …

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