“Erste Stunde” unterwegs

1. September 2010 von HM

Dieser Tage sind wir wieder mit “Erste Stunde”, einem Klassenzimmer-Stück zum Thema Mobbing, in den Schulen in und um Leipzig unterwegs. Lukas Kubik spielt Jürgen, den “Neuen” in der Klasse.

Im Mai 2010 hat Mascha Konovalova eine Aufführung von “Erste Stunde” im Max-Klinger-Gymnasium in Leipzig besucht und ihre Eindrücke aufgeschrieben. Hier ihr Text:

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„Erste Stunde“ Mascha Konovalova

am Max-Klinger-Gymnasium

Als ich in die Klasse kam, fiel mir als erstes auf, dass sie sehr vorlaut sind, unkonzentriert, durcheinander. Als es noch Pause war und der Schauspieler rein kam, waren manche verwirrt, irritiert, verunsichert aber keiner ist auf ihn eingegangen. Dann hat es geklingelt, der Schauspieler hat angefangen zu spielen und es wurde bisschen leiser, doch keiner zeigte Respekt, manche waren sehr aggressiv. Man hat in ihren Gesichtern gesehen, dass sie es komisch fanden, dass die Situation ihnen unbekannt was, dass sie nicht wussten, wie sie damit umgehen sollen.

Als der Schauspieler der Klasse sagte, sie können mit ihm machen was sie wollen, haben sie ihm die Tasche abgenommen, laut Schimpfwörter durcheinander gerufen. Man hat am Anfang gemerkt, dass sie es nicht so ernst genommen haben. Immer musste jemand einen Witz reißen über den dann alle gelacht haben. Egal was man sagte, immer kamen Kommentare von allen Ecken des Klassenraums. Paar von ihnen wollten mit ihren Witzen herausstechen. Es gab viel Geläster, Gekicher, es wurde sehr viel gescherzt. Sie ließen den Schauspieler nicht zu Ende reden.

Doch wenn ein ernstes Thema angesprochen wurde, waren alle sofort leise, saßen mit offenem Mund da, hörten sehr interessiert zu. Als der Schauspieler angefangen hat zu provozieren gab es heftige Reaktionen, manche machten verwunderte Gesichter, manche waren richtig schockiert. Man sah es ihnen an, dass sie abwarteten, was als nächstes kommt, was denn jetzt noch alles passieren würde.

Am Anfang war mir die Klasse unsympathisch, weil sie sich so schlecht benommen hat, doch zum Ende hin fand ich heraus, dass sie doch ganz in Ordnung sind. Sie bräuchten Zeit um mit der Situation klar zu kommen, um sich in die Situation rein zu versetzen, sie waren am Ende der Stunde viel toleranter.

Nach dem Stück in dem folgenden Gespräch sagten die Schüler zu uns das sie es “geil, einfach cool“ fanden, dass überhaupt jemand kommt und „schauspielert„, dass sich jemand die Mühe macht der Jugend etwas beizubringen. Sie sagten noch: „Wir wussten ja nicht was passiert, wenn wir es gewusst hätten, wären wir mehr drauf eingegangen“. Wir haben sie gefragt, ob es bei ihnen in der Klasse auch Mobbing gibt, sie sagten zu uns: „Wir mobben aus Spaß, und wir wissen es auch.“ Doch am Ende der Stunde hat man gemerkt, dass sie diesen Spruch überdacht haben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Klasse aus diesem kurzen Stück sehr viel mitgenommen hat und gelernt hat. Das hat man ihnen angesehen.

Meine Erfahrung die ich in der kurzen Zeit mit der Klasse gemacht habe ist positiv. Auf mich wirkten die sympathisch, neugierig und in Sachen Mobbing erfahren.

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3 Reaktionen zu ““Erste Stunde” unterwegs”

  1. Zliver

    Dein Text hat mich sehr amüsiert, denn er spiegelt auf eine unvoreingenommene Art und Weise die einfachheit der menschlichen Seele wieder, sprich die Dummheit anderer. Schreibe weiter solch vorzügliche Texte und meine Anerkennung ist dein.

    Deine Worte gepaart mit deinem vortrefflichem Aussehen werden dich noch weit bringen.

    Mit aller Achtung,

    Zliver

  2. ROCKSTAR SKATER xD

    War geil! xD

  3. LiebeundFreundschaft -_-

    Yo voll toll und so…liebe und freundschaft, tod und verderben! xD voll hübsch und so… xD

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