Kulturdezernent Dr. Girardet sagt Tschüs
24. April 2009 von masch
- Dr. Girardet, für einen Kreuzer-Artikel fotografiert im Theater der Jungen Welt
Dass Dr. Girardet ein kenntnisreicher, verbindlicher und weltläufiger Mann ist, kann sicher jeder bestätigen, der in Leipzig mit Kultur zu tun hat. Und das bezieht sich längst nicht nur auf die Hochkultur, bei aller manchmal gegenteiligen Meinung in der Freien Szene. Der ehemalige Referent in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Ostberlin, der u.a. am Kulturabkommen beider deutscher Staaten mitarbeitete, war 1989-1991 – bevor er Leipzigs Kulturbürgermeister wurde – Referatsleiter im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft für das Gebiet “Kunst, Kultur und Sport im Bildungswesen”.
Dieses Gebiet ist für den gebürtigen Allgäuer weiter von überragender Bedeutung, wie in Björn Achenbachs Stadtspaziergang-Artikel im Magazin Kreuzer nachzulesen ist. Er endet:
“Fototermin im Theater der Jungen Welt: Hier – nicht am Bachdenkmal – soll das Abschiedsbild entstehen. Warum? Weil er die Arbeit von Intendant Jürgen Zielinski schätzt, klar. Und weil “kulturelle Bildung die wichtigste Aufgabe der Zukunft ist”.
Liebes Leipzig, du wirst diesen Kulturdezernenten schon bald schmerzlich vermissen.” (Björn Achenbach)
Dass wir ihn vermissen werden, ist klar. Aber dass die kulturelle Bildung, an der im Theater der Jungen Welt ganz entscheidend mitgearbeitet wird, einer der Grundpfeiler unserer Gesellschaft bleibt, und zwar ganz unabhängig von PISA-Moden etc., wird auch dem neuen Kulturdezernenten nicht verborgen geblieben sein.

- Dr. Girardet mit Jürgen Zielinski vor den Ensemblefotos des Theaters der Jungen Welt im Theaterhaus

- Ein Kind führt Dr. Girardet stolz seine neuen Schuhe vor.
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