Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…
24. November 2008 von SchuelerIch muss ja zugeben es ist ein recht seltsames Gefühl einen Beitrag für einen fremden Blog zu verfassen, wenn man selbst schon länger einen eigenen hat und dort regelmäßig schreibt. Dabei stimmt das ja nun auch nicht so ganz. Die Sache mit dem fremden Blog. Denn nun gehöre ich ja wohl “dazu”. Zum Theater der Jungen Welt. Ebenso wie Jessy habe ich mich sehr über die positive Email damals gefreut und konnte es nicht so ganz glauben, dass ich bei diesem Projekt wirklich dabei war. Es scheint nun aber doch wirklich so zu sein.
Es ist schön wieder praktisch Theater spielen zu können, es ist interessant sich mit einer neuen Gruppe, mit neuen Menschen und neuen Sichtweisen auseinanderzusetzen. Es ist allerdings auch schwierig und ein wenig seltsam Vertrautes zugleich so neu und fremd zu erleben. Man kennt sie eben zum Teil, die Standard-Aufwärm-Übungen. Das Durch-den-Raum-laufen. Das Auf-einander-achten. Das breite-Wahrnehmung-Schulen. All dies kennt man und dann auch wieder nicht. Weil es eben jetzt in einem völlig anderen Umfeld geschiet. Neue Stadt. Neuer Raum. Neue Mitspieler. Neue Methoden, mit denen man sich anfreunden muss. Das macht Freude, das weckt Erwartungen, das macht mich gespannt und neugierig wie sich dieses Projekt – Kinder des Holocaust – entwickeln wird. Denn wir alle stehen ja gerade erst am Anfang. Eine erste Probenwoche haben wir schon hinter uns, übernächstes Wochenende geht es dann in die Vollen. Dann werden wir uns weiter mit dem Thema beschäftigen und dabei freue ich mich natürlich besonders auf das Spielen, Improvisieren aber auch auf Diskussionen in der Gruppe. Dies finde ich ist besonders bei so einem immenz wichtigen Thema sehr notwendig und hilfreich.
Letztens, da schauten wir uns alle gemeinsam den wunderbar sensiblen, feinfühligen Anime Film Die letzten Glühwürmchen an. Dies hat mir sehr gefallen, denn ich denke es ist wichtig sich einem Thema auf unterschiedliche Weise zu nähern und dabei von den unterschiedlichsten Formen Gebrauch zu machen, sich nicht nur auf das eigene Spielen, sich nicht nur auf die einen Texte zu stützen, sondern den Blick zu öffnen, den Horizont für andere Darstellungsformen zu erweitern. Mir fällt noch so viel ein, so viel auch an Literatur, ich kann es kaum erwarten diese irgendwie einzubringen, den anderen vorzustellen, sie vielleicht sogar ins Spiel zu integrieren…
Besonders der Film aber liegt mir als Kunstform sehr am Herzen und deshalb war es so berührend wie wir da alle saßen mit unserem grünen Tee und den Süßigkeiten und uns diesen einmaligen Film ansahen. Ich hoffe auch hier, dass wir uns noch weitere Fime zu diesem Thema ansehen. Es gibt einige gute Filme da draußen, die einen sensibel für das Thema machen, die einen erstaunen und beeindrucken mit ihrer Stärke und Wahrhaftigkeit und die es verdienen gesehen zu werden. (Ich denke da zum Beispiel an den deutschen Film Am Ende kommen Touristen von Robert Thalheim, ein zutiefst menschlicher Film, den ich den anderen auch noch vorschlagen werde..)
All dies sind und werden Versuche sein sich dieser Sache zu nähern. Ich sage bewusst Versuche, weil eine wirkliche Annäherung meiner Meinung nach nie ganz erreicht werden kann. Und auch nie erreicht werden sollte. Es wird immer unnahbar bleiben. Immer unerklärbar. Immer dunkel, nicht zu fassen. Schwer. Opak.
Nichtsdestotrotz oder gerade deshalb: ich freue mich auf diese Versuche. Und auf das gemeinsame Spielen, Diskutieren, Erleben.
Lieben Gruß!
Salya
www.tdjw.de
Am 26. November 2008 um 19:31 Uhr
Du hast das alles wirklich besser erklären können als ich =)
bei mir kam es nicht raus das wir überglücklich sind dabei zu sein
und uns auf das geimsame schauspielern freune….
Salja hast du echt toll gemacht
Liebe Grüße zurück Jessy