Max-Klinger-Gymnasium über Figurentheater am TDJW

7. Oktober 2008 von Schueler

Einen lieben Gruß und herzlichen Dank an alle Theatermacher/Innen des TdJW. Wir, die Schüler und Lehrer des künstlerischen Profils des Max- Klinger –Gymnasiums standen im vergangenen Jahr vor der Aufgabe, uns dem Figurentheater theoretisch und praktisch anzunähern und wurden auf diesem Weg vom Theater und insbesondere von Bettina Frank als Theaterpädagogin tatkräftig und phantasievoll begleitet.
Puppenspieler Tobias Weishaupt nahm uns mit auf einen Ausflug in die Geschichte des Figurentheaters und demonstrierte uns verschiedene Formen von Puppen und Figuren.
Violetta Czock verzauberte uns mit der „ Kleinen Schnecke, die ihr Haus suchte“ und machte uns neugierig auf die anderen Inszenierungen des Hauses.

Unsere anfängliche Skepsis dem Theater für, vermeintlich, kleine und jüngere Zuschauer wich lebhaftem Interesse und wachsender Faszination. Dies beflügelte uns schließlich bei der eigenen Gestaltung von Puppen und der Belebung dieser in kleinen Szenen.

An unseren Eindrücken möchten wir gern andere teilhaben lassen, deshalb eine kleine Auswahl:

  • Kleine Schnecke – Abenteuer ganz groß
    Ein Theaterstück für „Kleinkinder“ vor Teenagern

    Gemischte Gefühle allenthalben.
    „Kindergartentheater!“ – „So ein Käse! “- „Mal abwarten.“
    `Wie werden die Großen auf die „Nähkästcheninszenierung“ reagieren? Werden sie genauso fasziniert sein wie wir, die „Lehrkörper?“`
    Unsere anfängliche Beklommenheit wich sehr bald entspanntem Aufatmen. Die Großen verfolgen interessiert und amüsiert, wie aus der Socke eine Schnecke entstand, deren Abenteuer mit den anderen Nähkastenbewohnern, wie dem Spinnen-Handschuh und der Wollknäuel- Biene. Bewundernd registrierten sie, wie die Puppenspielerin den Gegenständen Leben einhauchte und jede so entstandene Figur mit einer anderen Stimme ausstattete.
    Zum Schluss: einmütiger Beifall, viele Fragen und Neugier auf weitere Inszenierungen. Karin Friese

  • Der Traum von „Obendroben“
    „Die kleine Meerjungfrau“ – Figurentheater zwischen Wasser und Luft

    Eine Geschichte von Hans Christian Andersen in der Regie von Silvia Armbruster. Gespielt und erzählt von Violetta Czock, Wilfried Reach und Tobias Weishaupt. Eine traurigschöne
    Liebesgeschichte mit vielen bezaubernden Ideen und Umsetzungen. Ein Stück zum Träumen und zum Wiedersehen.

    „Die kleine Meerjungfrau“ -Figurentheater für Jung und Alt. Susanne Rath

  • Grandioses Unterwasserkino
    Von der Entstehung des Regens, einer tragischen Liebesgeschichte und der scheußlich schönen Meerjungfrau

    Doch das macht das Stück aus. Es hält eine schier unerschöpfliche Palette an Gefühlen und Empfindungen bereit, die wirklich nichts vermissen lässt. Witz, Humor, leidenschaftliche Hingabe, Liebe und eine fast schon bittersüße Tragik. Dazu kommen die ungewöhnlich hässlichen Puppen, die soviel Charme versprühen, dass es einem unmöglich gemacht wird, sie nicht schön, nicht sympathisch zu finden. Das gelingt aber nur durch die spielerische Leichtigkeit der Schauspieler, die den Puppen soviel Leben einhauchen, dass man bisweilen vergisst, dass es ein Puppentheaterstück ist, was man da sieht. Julia Galußek
  • Sie kann weinen! „Die kleine Meerjungfrau“ zeigt die ganz großen Gefühle. Voller Dramatik ist die Szene, in der sie entdeckt, dass sie weinen kann, obwohl sie eine Meerjungfrau ist. Sieht man in diesem Moment die meeresblauen Augen der Puppe, möchte man am liebsten mit ihr weinen. So viel Leben haben die Schauspielerden Puppen eingehaucht. Trotz der wenigen Requisiten und dem recht einfachen Bühnenbild lässt die „Kleine Meerjungfrau“ nicht nur Kinder träumen. Selbst Erwachsene werden durch das philosophische Stück nach H.Ch.Andersen direkt in die Märchenwelt versetzt. Julia Linde
  • „Die kleine Meerjungfrau“ – bezauberndes Figurentheater für Jung und Alt Vier Puppen. Drei Schauspieler. Durch das perfekte Zusammenspiel zwischen Schauspieler und Schauspieler, Schauspieler und Puppe und selbst zwischen Puppe und Puppe erhält das Theaterstück eine besondere Glanznote. „Die kleine Meerjungfrau“ ist ein sehr bewegendes Theaterstück – mit Schauspielern, die genau das tun, Puppen, die leben und einem Bühnenbild, das den Zuschauer aus der Realität entführt und der Fantasie freien Lauf lässt. Pham Thi Chung
  • „Der kleine Eisbär “- ein wunderbares Puppenspiel für Groß und Klein
    Das Puppenspiel „der kleine Eisbär“ beschreibt in einer leicht verständlichen Weise die Geschichte eines kleinen Wesens, das Großes erlebt. Dabei handelt es sich um ein wunderschönes Stück mit Handpuppen, so groß wie Plüschtiere und einer Schauspielerin, die nicht nur im Hintergrund den kleinen Eisbären führt, sondern auch – sich mehrmals ver- und umkleidend in die Rolle der Mutter des kleinen Eisbären und anderer Figuren schlüpft. Konstantin Schuster
  • Eisberge und Schmetterlinge
    „Der kleine Eisbär“– auf einem Sofa von der Arktis nach Afrika

    Alles ist schwarz. Dann fällt das Licht auf Violetta Czock, ebenfalls schwarz gekleidet. Sie begleitet die Zuschauer zur Einführung zum kleinen Eisbären, zum Nordpol. Im Schneegestöber, in beige Sofakissen gekuschelt, schläft er, als die Erzählerin in die Rolle der Eisbärenmutter schlüpft. Ausgelassen suchen sie zum Frühstück nach Fischen und üben tauchen. Nachts treibt der kleine Eisbär Lars jedoch unbemerkt auf einer Eisscholle davon und findet sich am weißen Sandstrand Afrikas wieder. Dafür wurde das Sofa aufgeklappt und mit Lianen und schillernden Blüten bestückt. Verzweifelt und ängstlich macht sich Lars mit seinem neuen Nilpferdfreund auf die Suche nach dem Heimweg. Wird er auf dem Schmetterling nach Hause fliegen, wie es das Publikum verlangt
    „Der kleine Eisbär ist ein fesselndes Stück um ein bemuttertes Eisbärenkind, das zum ersten Mal auf eigenen Füßen steht. Diese Stück ist keineswegs nur etwas für Vierjährige, auch die Älteren werden von dem fantastischen Stück und der erstaunlich einfachen, aber fantasievollen Umsetzung begeistert sein. Teresa Hähne

  • Glückliche Rasselbande
    „Peter und der Wolf“ – ein tolles Puppenspiel für aufgeweckte kleine Kinder

    Glückliche, Energie geladene kleine Knirpse findet man im Theater der Jungen Welt beim Puppenspiel “Peter und der Wolf“. Seit einiger Zeit bringt diese Stück kleinen Jungs und Mädchen zum Strahlen. Ein gemütliches Wohnzimmer, tolle Musik, aufregende Tiere und der alte Großvater entführen die Kinder für45 Minuten in eine fabelhafte Welt. Jasmin Ali
  • Flucht vor dem Galgen
    „Die Dreigroschenoper“: ein unterhaltsames Puppendrama mit Musik
    „Kannste noch was lernen!, sagt eine Puppe mit starrem Blick und wirft ihre schwarzen, dünnen Haare hinter. Macheath, genannt Mackie Messer, schaut frech in die Runde und ist mit allen unzufrieden. Dass er eigentlich ein böser Verbrecher ist, der schon unzählige Frauen hatte, stiehlt, betrügt, randaliert und zerstört, will man gar nicht glauben. Diese kecke, freche und doch lieb wirkende Figur hat sich in das falsche Mädchen verliebt, deren Eltern Mackie Messer an den Galgen ausliefern wollen. Obwohl das Mädchen ihn wirklich liebt, ist Mackie in großer Gefahr. Isabel Walsgott
  • Grausame Welt
    „Die Dreigroschenoper“ – Brecht im TdJW

    So eine großartige Oper, die in nur einem Bühnenbild alle Szenen unterbringt, gibt es nicht alle Tage. Die Umsetzung der ziemlich komplizierten Geschichte ist gut gelungen, auch wenn man genau hinschauen und gut überlegen muss.

    Diese tolle Werk von Bertolt Brecht sollte jeder gesehen haben, mit all seinen Liedern, Texten Bildern und vor allem- großen Klappmaulpuppen. Carolin Walsgott

  • „Und der Haifisch, der hat Zähne…
    Mit eben diesem bekannten Lied beginnt die „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht. Die dunkel gekleideten Schauspieler räkeln sich im Takt der Musik und bringen ihre ganz individuelle Note in das Stück. Dann kommen die Puppen zum Einsatz: Mackie Messer, der hinterhältige Messermörder, seine bezaubernde, aber auch naive Frau Polly, ihre überaus besorgten Eltern Jonathan Jeremiah und Celia Peachum und Brown, der korrupte, aber herzensgute Polizist.
    Als seien die Puppenspieler und die Puppen miteinander verschmolzen, leben diese auf und die Handlung nimmt ihren Lauf. Anne Pelczyk
  • Das ist wohl nicht der rechte Schwiegersohn
    Meiner Meinung nach war es ein aufregendes Stück mit einer spannenden Handlung. Die sehr guten darstellerischen und gesanglichen Leistungen der Schauspieler fesselten die Zuschauer und ließen keinen Moment Langeweile aufkommen. Außerdem war man fasziniert von dem Wechsel zwischen Puppe und Schauspieler. Man nahm nach einiger Zeit die Puppe als eigenständige Person wahr. Nadine Zimmermann
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Eine Reaktion zu “Max-Klinger-Gymnasium über Figurentheater am TDJW”

  1. smoe

    wow, kannste noch was lernen! vielen dank für diese kurzen schönen grüße aus der schule!

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