Laangsaam! Zwischenruf aus der Sommerpause
15. Juli 2008 von smoe
Seit zwei Spielzeiten schnuppert smoe hinter den Theaterkulissen und berichtet, was sie dort erlebt: von der allerersten Leseprobe über den Bühnenaufbau, den Ton und die Maske über die Verwaltung und Planung des Betriebs bis zum Einlass und zum Herzklopfen während der Vorstellung beim Lichttechniker oder hinter den Haxen. Es gab immer und gäbe noch viel zu erzählen, deshalb sind die Texte oft lang. Zu lang für das eilige Medium?
smoe plädiert weiterhin für Verlangsamung, auch wenn das Stichwort der vorletzten Spielzeit scheinbar abgespielt ist und sowieso aus einem verflossenen Zeitgeist stammt. Zeit ist Geld jetzt.
Verlangsamung beim Theatermachen und Lesen muss ja nicht zu langen Stücken und Texten führen. Schuld an der Länge der Berichte ist smoes Hochachtung vor der Arbeit der Theaterleute, die unter Zeitdruck viel Schönes leisten und sich dennoch immer Zeit für ausführliche Erklärungen nehmen. Herzlichen Dank, dass Ihr Euch löchern lasst und Hut ab vor Eurem Schaffen!
Das Theater und der smoe-blog nehmen sich jetzt eine Pause und dann geht’s gleich weiter: Was ist eigentlich Inspizienz (sehr langer blog), wie laufen diesmal die Werktatttage (mal gucken) und wo krabbelt der Theaternachwuchs, wenn Mama und Papa auf der Bühne stehen (ganz kurzer blog)?
Die kommende Spielzeit thematisiert unter anderem, wie selten Familie sich Zeit für Familie nimmt. Ob die „Betroffenen“ dazu nicht einiges zu kommentieren haben? smoes These zum Motto: Zeitnot macht Monster.
Also, geht es langsam an, in der Schule, in der Familie, im Theater!
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