25. Juli 2010

“HERZKAMMERN. Spiegellabyrinthe” von Steffen Georgi

Auch das sei eine Negativerscheinung von Aufklärung, postulierte einmal der Dramatiker Heiner Müller, dass die Leute ständig meinten, sie müssten was verstehen im Theater. Aber der Kopf, so Müller weiter, gehört nicht ins Theater. Und warum nicht? Nun: weil man mit dem Kopf keine Erfahrungen macht. Das Hirn ist eine Interpretationsmaschine. Ein Systematisierungs-, ein Ordnungsorgan. Hungrig nach Information. Bedürftig nach Struktur. Logos und Ratio scheuen das Chaos, fürchten die Unordnung. Chaos und Unordnung sind Störfaktoren. Sind Staatsfeinde.

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25. Juli 2010

Persönliche Geschichten für „33 erste Male“ gesucht

Für ein neues Mehrgenerationenprojekt in der Spielzeit 2010/2011 (In der vergangenen Spielzeit: „Wenn Heimat Flügel hätte…“), das unter dem Titel „33 erste Male“ aufgeführt werden soll, sucht das Theater der Jungen Welt Geschichten von unvergesslichen Premieren und solchen, die man lieber nicht gehabt hätte. In diesem Blog kann uns jeder sein wichtigstes, witzigstes, bedeutendstes erstes Mal beschreiben (bitte “Kommentar” benutzen. Alternativ: Mail an: a.moesenthin[at]tdjw.de). Die Geschichten, die uns inspirieren, verarbeiten wir auf der Bühne.

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25. Juli 2010

Kurt Tucholsky: Rosen auf den Weg gestreut

Erschreckt sie nicht – sie sind so zart!
Ihr müßt mit Palmen sie umwandeln,
getreulich ihrer Eigenart!
Pfeift euerm Hunde, wenn er kläfft-:

Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!

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25. Juli 2010

Pressemeldung zur Spielzeitbilanz 2009/2010

Theater der Jungen Welt mit 8% Besucherplus

Auch bei den Vorstellungszahlen, Gastspielen, theaterpädagogischen Veranstaltungen sowie den Eigeneinnahmen sind Steigerungen zu verzeichnen | Überraschender Publikumsrenner: George Taboris „Mein Kampf“

Mit Steigerungen bei den Vorstellungs- und Besucherzahlen sowie Eigeneinnahmen am Theater der Jungen Welt in Leipzig hat sich die Leistungsfähigkeit des „kleinen“, selbstständigen Stadttheaters für Kinder und Jugendliche zum wiederholten Male eindrucksvoll bestätigt. Wichtig dabei: Die Effizienz ging keineswegs auf Kosten der künstlerischen Qualität.

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25. Juli 2010

Fortsetzung für Filmreihe “Klappe auf!”

Beunruhigt durch die Präsenz der NPD im Leipziger Westen und im sächsischen Landtag hat das Ensemble des Theaters der Jungen Welt in der vergangenen Spielzeit unter dem Titel »Klappe auf!« eine Filmreihe zum Thema Rechtsradikalismus und Rassismus gestartet. In der Spielzeit 2010/2011 werden wir diese Reihe im Café Lindex fortsetzen. Dieses Mal wollen wir Signale der Hoffnung in den Fokus der Filmauswahl nehmen.

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25. Juli 2010

Herzklopfen – Das Fotoshooting

“Herzklopfen” – Das Motto der Spielzeit 2010/2011. Wo fotografiert man zu diesem Spielzeitthema die Schauspieler?

Die Kleinmesse! Achterbahn, Karussells in wilder Fahrt, Zuckerwatte, Lebkuchenherzen und Zuckerherzen – in diesem Umfeld und mit diesen Requisiten wollten wir spielen. Der Leipziger Rummelplatz wurde zum Ort für die Ensemblefotos der Schauspieler des Theaters der Jungen Welt.

Die Fotos schoss Tom Schulze, hier Intendant Jürgen Zielinski beim Inszenieren der Situationen auf der Kleinmesse.  Hier finden Sie demnächst mehr Fotos!

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25. Juli 2010

Ort der Vielfalt

Für den »herausragenden Einsatz für Vielfalt, Toleranz und Engagement gegen Rechtsextremismus« wurde das Theater der Jungen Welt zum »Ort der Vielfalt« in Leipzig ernannt. Dezernent Prof. Dr. Fabian persönlich (im Bild mit Jugendamtsmitarbeiterin Berit Lahm) überreichte Jürgen Zielinski mit Schild und Urkunde die besondere Anerkennung.

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24. Juli 2010

Herzzentrum Leipzig & ästhetische Bildung

Dramatik gibt es bekanntlich im Theater nahezu täglich. Auf eine ganz andere, existenzielle Weise geht es um Leben und Tod aber in der Herzklinik der Universität Leipzig. Daher ist die Freude bei Intendant Jürgen Zielinski groß, dass das Herzzentrum dem Theater der Jungen Welt bei seinen monatlichen Veranstaltungen zum Motto Herzklopfen und insbesondere beim 3-tägigen Herz-Auftakt ab dem 10. September als Kooperationspartner zur Seite steht und es vielfältig unterstützt.

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24. Juli 2010

Spielzeitmotto “Herzklopfen” am Theater der Jungen Welt

mensch, was soll dieses herzklopfen denn bloß sein? Als ich s. meine liebe gestanden habe, hatte ich herzklopfen. sie war scheinbar ruhig. hatte sich alles interessiert angehört. und meine welt schien am abgrund. geht’s einen schritt vor? abwärts? wenn sich das leben beschleunigt, der puls rast. die zeit anhält. sich in mikrosekunden auflöst. jede sekunde ein halber tod. und ein wahnsinnsgefühl. pochen. alles was grade passiert, ist pures gefühl. augenblick. so weit so bla.

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26. März 2010

Das neue Dogma des Centraltheaters: Alles Kindertheater?

Also ist das Centraltheater doch ein Kindertheater? Ganz neue Sicht auf die Diskussion ums Schauspiel in Leipzig.  Sophie Rois gestern bei Harald Schmidt.  Nachdem sich beide nach dem Anfangsgeplänkel warmgeredet und gekalauert hatten, drehte Sophie Rois den Spieß  einfach um, lobte Harrys Auftritte auf der Bühne über den Klee und wollte lieber ihn befragen (wer hat die meisten Seiten in den Schauspielführern?) als sich befragen zu lassen. Schließlich outete sich die Rois als konservative Schauspielerin, erteilte all den modernen Inszenierungen, in denen “irgendjemand erstmal seinen Kopf ins Klo stecken müsste“, eine drastische Abfuhr, und dann fanden beide schließlich doch IHR Thema: Kindertheater. Den ganzen Beitrag lesen »

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