Plakat zu “Mein Kampf” erregt Aufsehen

7. März 2010 von masch

Was darf ein Plakat? Auf das zur Premiere von George Taboris “Mein Kampf” am Theater der Jungen Welt werden und wurden wir sehr häufig angesprochen. In aller Regel positiv. Dabei hat es nur 6 Tage in der Öffentlichkeit gehangen. Fans gibt es von Mitarbeitern in den Theater-Werkstätten bis zur Bundestagsabgeordneten, außerdem hat es bereits zur Demonstration und Erläuterung von Plakatkunst bei einem Seminar zur PR im Kulturbereich hergehalten. Wir wollen aber nicht verschweigen, dass es auch ganz klare Gegner des Plakates (zumindest einen) gibt. Er sagt, mit Hitler dürfe nicht geworben werden. Hitler anders, denn als “Bestie” zu zeigen, wäre eine Verharmlosung des Nationalsozialismus, an der sich das Theater schuldig machen würde. Und ist damit bis zum Kulturamt gegangen.

Hier ein Ausschnitt des Plakates, der als Postkarte veröffentlicht wurde (nur das Bildmotiv):

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Verbietet sich diese Form der Bildwerbung?


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Als Schlomo Herzl am Theater der Jungen Welt

8. Februar 2010 von masch

Stephan Wolf-Schönburg mit Huhn Mizzi

Stephan Wolf-Schönburg hat nicht nur einige Jahre Bühnenleben hinter sich, auch auf der Leinwand und der Mattscheibe war er vielfach zu sehen. Zur Zeit probt der blonde, 187 cm große Schauspieler am Theater der Jungen Welt in Leipzig. Und zwar die Hauptrolle des jüdischen Buchhändlers Schlomo Herzl in George Taboris Farce “Mein Kampf”. Auf der Bühne ist sein Gegenpart der junge Adolf Hitler, der an der Kunstakademie aufgenommen werden will.
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Und das nicht nur zur Weihnachtszeit…

11. November 2009 von masch

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In den CityLight-Kästen hängt seit gestern unser Weihnachtsplakat. “Süß!”, war der erste Kommentar. Wenn die Plakate leuchten, im Dunklen, dann wirken sie erst richtig!

Im Original streut der Frosch noch Kunstschnee auf den WeihnachtsmannKönig. Jemand vermutete allerdings schon Koks. Das sei hiermit auf das Schärfste dementiert!

Wen vermutet Ihr eigentlich hinter der Sonnenbrille und der Lederhose?


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Die Premierenklasse zu “Kinder des Holocaust”

11. November 2009 von Schueler

Sehr geehrter Herr Zielinski,

wir, der ehemalige Literatur-Grundkurs 12.2 (nun 13.1 ) und die Kursleiterin, möchten uns zunächst sehr verspätet dafür bedanken, Ihre Theaterinstallation „Kinder des Holocaust” als Premierenklasse erlebt haben zu dürfen.

Als Premierenklasse konnten wir Ende April Ihre Theaterpädagogin Frau Vitzthum, Ihre Schauspieler/Innen Frau Anke Stoppa und Herrn Gösta Bornschein sowie Frau Elisabeth Kohlhaas bei uns in der Schule zu einer Lesung aus den Protokollen jüdischer Kinder mit anschließender Diskussion begrüßen.

Am 7. Mai besuchten wir eine Probe und am 17. Mai 2009 waren wir sehr gespannt, wie die Umsetzung auf der Bühne verlaufen würde. Dank der Einstimmung durch die Lesung und des Probebesuches entstand ein vages Erwartungsbild. Wir hatten dennoch Schwierigkeiten, uns die szenische Darstellung auf der Bühne vorzustellen.

Die Mehrheit des Literaturkurses rechnete eher mit einer ernsten Stimmung, da ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte zu bewältigen wäre.

Die „Umsetzung” der Thematik überraschte, verwirrte, sie erfolgte anders als von uns erwartet:

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Lindenau mit Spätaufsteher Schweßinger

11. November 2009 von masch

Es war ein Spaziergang durch die Schmuddelecken Lindenaus, entlang unsanierter Straßenzüge, geschlossener Kneipen,  unbeleuchteter Parks,  geführt von einem liebenswert schweigsamen Michael Schweßinger. Schweßinger ist Autor von “In darkest Leipzig. Von den seltsamen Sitten und Gebräuchen der Lindenauer”. Der aus Bamberg stammende Franke fügt sich allerdings selbst wunderbar in den Stadtteil. In dessen sub- oder soziokulturelle Nischen, die alles andere als schillernd oder marktgängig sind. Die eher trotzigen Wärmestuben gleichen inmitten fusskalter und augenschmerzender Ödnis.

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“Schwarze Jungfrauen”-Autor Zaimoglu gegen Integration

28. Oktober 2009 von masch

Hier ein Nachtrag anläßlich der Premiere “Schwarze Jungfrauen” und deren Autor Feridun Zaimoglu. Hatte meine Aufzeichnungen von einer Lesung mit Z. einfach nicht wiedergefunden, und jetzt ists gut nen Monat später. Schon blöd. Aber Zaimoglus Gedanken fand ich toll. Deshalb stehen gleich ein paar davon da. Obwohl er ja zum Überthema “Migranten in der deutschen Literatur” an dem Abend erkennbar keine Lust hatte. Moderator Hametner ließ sich von solchen Befindlichkeiten nicht beeindrucken und kannte kein Pardon. Beziehungsweise, keine anderen Themen.

Der Autor von Liebesromanen inmitten seiner Leipziger Fans

Der Autor von Liebesromanen inmitten seiner Leipziger Fans


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NPD entdeckt “antifaschistischen Ungeist” und “Budenzauber” im TdJW

15. Oktober 2009 von masch

Sind es die bösen Geister und ihre Zaubereien zu Halloween, die die NPD-Kämpen ganz undeutsch erschreckt haben?  Oder ist es so, dass Weihnachten naht und jeder sich was wünschen darf? Fakt ist, die NPD hat “mit Empörung” ihren vorweihnachtlichen Wunschzettel niedergeschrieben
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Schwarze Jungfrauen

11. Oktober 2009 von masch

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Selten hat ein Stück so unterschiedliche Reaktionen wie “Schwarze Jungfrauen” hervorgerufen. Zu fast jedem der sechs Monologe gibt es komplett gegensätzliche Meinungen. Erst recht zur Gesamtwirkung.
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„Schwarze Jungfrauen“ Autor Feridun Zaimoglu in Leipzig

14. September 2009 von masch

Feridun Zaimoglu und Katharina Herold

Feridun Zaimoglu und Katharina Herold

„Schwarze Jungfrauen“ von Feridun Zaimoglu hatte 2006 in Berlin seine Uraufführung. Am 25.09.09 werden sechs der original 10 Monologe in einer Produktion im Theater der Jungen Welt Premiere haben. In den nächsten zwei Wochen werden sechs jungen Nachwuchsregisseurinnen mit sechs Schauspielerinnen und einer begleitenden Choreographie von Vivienne Newport, ihre Arbeiten fertig stellen.

Am gestrigen Sonntag war der Autor Feridun Zaimoglu in Leipzig, um seinen neuen Roman „Hinterland“ vorzustellen. In einem kurzen Gespräch nach seiner Lesung im mdr Literaturcafé, zeige er sich sehr interessiert an dem Projekt bei uns am Theater. Die sechs jungen Frauen gehen ganz unterschiedliche mit der textlichen Vorlage von Feridun Zaimoglu um. Das ist nicht immer ganz einfach bei seiner metaphorischen Sprache und seinen Wortneuschöpfungen. Da traf es sich gut, dass am Sonntag die Gelegenheit war einige Interpretationsfragen mit ihm persönlich zu besprechen. Das nutzte auch Katharina Herold, eine der sechs Regisseurinnen für die Inszenierung „Schwarze Jungfrauen“.


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Theater sucht ausländische Geschichtenerzähler

8. Juli 2009 von masch

Im Hotel Babylon sind 12 Betten und eine loungeartige Atmosphäre der Ruhe und Entspannung Ausgangspunkt einer besonderen Begegnung, in der ein ausländischer Storyteller dem Besucher eine Geschichte in seiner Heimatsprache erzählt. Für dieses Theaterprojekt sucht das Theater der Jungen Welt Menschen ausländischer Herkunft, die bereit sind, in der Zeit vom 25.09. – 02.10.2009 und an einigen weiteren Terminen, jeweils eine kurze Geschichte in ihrer Muttersprache zu erzählen.

Wer kann eine Geschichte in fremder (Heimat-)Sprache erzählen?
Wer kann eine Geschichte in fremder (Heimat-)Sprache erzählen?


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